Leidensfähigkeit

Ich kann extrem genügsam sein. Bei uns war nie viel Geld da und so wurde ich zu einem sehr anspruchslosen Menschen erzogen. Ich kann mich so ziemlich an alles gewöhnen, auch wenn ich mir mittlerweile nicht mehr alles gebe. Zur Not würde ich es aber auch ohne jeden Luxus aushalten. Gott sei Dank ist das aber nicht notwendig. Nichts desto trotz, brauche ich nicht viel um glücklich zu sein.

Vor 2 Jahren hat mich mal ein Bekannter gefragt, warum ich noch mir noch keine neue Wohnung gesucht habe. Doch damals war meine Zeit einfach noch nicht gekommen. Ich habe ja eine sehr günstige Wohnung, die mir auch Spielraum lässt um ein wenig Geld auf die Seite zu schaffen und das habe ich die letzten Jahre auch brav getan. Doch dafür musste ich einige Entbehrungen hinnehmen. Am meisten fehlt mir eine Badewanne. Es gibt nichts Schöneres als im Winter, wenn es richtig kalt ist, mit einem Buch in der Badewanne die Wärme zu genießen. Das letzte Mal konnte ich das allerdings 2005 genießen – wie gesagt, ich kann sehr leidensfähig sein. Weiterlesen

Genug ist genug!

Ich bin mittlerweile viel geduldiger als früher. Ich bin nicht mehr so unter Druck alles sofort erledigen zu müssen. Ich bin auch viel entspannter mit meinen Mitmenschen. Erwarte von ihnen nicht dieselbe Professionalität wie ich von mir selbst erwarte. Habe viel mehr Nachsicht. Aber es gibt da diesen Punkt. Mittlerweile dauert es länger bis er erreicht wird, aber ist trotzdem da. Und sobald dieser Punkt erreicht ist, steig ich auf die Bremse und aus. Ich lasse nicht alles mit mir machen. Und ich lasse mir nicht ewig auf der Nase rumtanzen.

Und wenn ich ausgestiegen bin, dann endgültig. Da gibt es dann auch kein zurück mehr. Wenn ich etwas für mich als abgeschlossen betrachte, dann ist es das auch. Diesmal nähert sich ein eigentlich Fremder mit raschen Schritten diesem Punkt. Und zwar durch Wankelmut. Eine Charaktereigenschaft die ich gar nicht brauch. Am liebsten würde ich ihn mittlerweile einfach nur anschreien – ENTSCHEIDE DICH ENDLICH!!!!!!!! Weiterlesen

Frust

Seit mittlerweile über einem Jahr übe ich mich im positiven Denken. Wenn etwas nicht so funktioniert wie es soll, versuche ich das Beste daraus zu machen und mein Leben trotz aller Widrigkeiten zu genießen. Doch das Leben macht es mir nicht gerade leicht. Mir erzählen dauernd irgendwelche Menschen wie viel sich im Moment bewegt. Wie viel sich zum positiven verändert, doch bei mir nichts. Im Gegenteil! Dinge die schon seit Monaten fertig sein sollten, verzögern sich von Monat zu Monat. Und ich hab echt versucht gute Miene zum „Bösen“ Spiel zu machen. Aber irgendwann geht’s einfach nicht mehr.

Ich war nie ein geduldiger Mensch. Wenn etwas ansteht, wird es gleich erledigt. Ich mag es nicht, wenn ich etwas nicht erledigen kann, weil andere sich Zeit lassen. Im Büro hab ich mich zwar schon daran gewöhnt, doch jetzt sind einfach zu viele Dinge zusammen gekommen. Und ich bin gefrustet. Und an der Kippe zum Selbstmitleid. Ich spüre wie mich der Frust überrollen will und ich habe nichts entgegen zu setzen. Ich habs mit Geduld probiert, mit Zuversicht, mit Vertrauen, aber nach einem halben Jahr Stillstand, kann ich mich nicht mehr selbst beruhigen. Weiterlesen