3096 Tage

Bei dem Film geht es um die Zeit in Gefangenschaft der entführten Natascha Kampusch. Für alle die es nicht wissen – es ist eine wahre Begebenheit. In Österreich ist der Name auf jeden Fall ein Begriff. Vor allem vor 10 Jahren – als sie als 18jährige – fliehen konnte, war die Aufregung groß. Bei ihrer Entführung 1998 habe ich da weit weniger mitbekommen.

Der ORF hatte sie zu ihrem 10jährigen Fluchtjubiläum interviewt und sie in ihrem Alltag begleitet. Das habe ich mir angeschaut. Erst danach wollte ich den Spielfilm sehen. Leider finde ich das Interview auf der ORF Online Seite nicht mehr, sonst hätte ich es hier verlinkt.

3096 Tage Gefangenschaft. Als 10-jährige entführt. Mit 18 entkommen. Was macht das mit einem? Wie kann man da rauskommen? Wie kann man danach ein Leben haben? Diese Fragen beantwortet das ORF-Interview. Der Film setzt sich mit den Jahren ihrer Gefangenschaft auseinander. Weiterlesen

Ich bin eine der 25 %

Ein Grund zur Freude definitiv. Und doch freue ich mich nicht täglich genug darüber. Es ist einfach eine Selbstverständlichkeit. Ich habe einen Job. Eine Wohnung. Ein Auto. Essen. Kleidung. Bücher. DVD´s. W-LAN. Und noch so unglaublich viel mehr, was aber alles selbstverständlich ist. Doch das war es nicht immer. Als ich ein Kind war spielte ich mit dem Spielzeug meiner Mutter und meiner Onkeln. Ich hatte nur das nötigste an Kleidung und las die Bücher meiner Großeltern. Ich bin sehr bescheiden erzogen worden. Kauf was du unbedingt brauchst, doch nicht zu viel. Luxus ist nicht gut für den Charakter.

Lange konnte ich mir nichts gönnen. Die ersten Arbeitsjahre ging mein Geld für Miete und Essen drauf. Doch ich war glücklich. Ich konnte mich im Job beweisen, Verdienst war eher eine Nebensache. Mittlerweile sitze ich im gemachten Nest. Ich habe es mir selbst erarbeitet und ich bin stolz darauf. Doch ich hatte auch einen Startvorteil. Ich bin in Österreich geboren. Und diesen Startvorteil vergessen wir oftmals. Es ist keine Selbstverständlichkeit dass wir in einem Sozialstaat in Europa zur Welt gekommen sind. Weiterlesen

Kreativität

Ich war nie kreativ. Ich konnte nicht malen, nicht singen, nicht dichten. Zeit meines Lebens hab ich Menschen bewundert die kreativ waren, die ganze Welten in ihren Geschichten und Filmen geschaffen haben, Komponisten und Maler die mit ihren Werken die Seelen der Menschen berührt haben. Ich konnte das nie. War nie kreativ. Bis jemand kam, meine Seele erweckte, mir Liebe schenkte um mich letztendlich zurück zu weisen. Und plötzlich schrieb ich.

Ich habe sogar eine Fantasie-Geschichte geschrieben. Ich! Obwohl ich nie etwas Besonderes konnte. Doch durch das Schreiben war die Kreativität erwacht. Ich kann zwar immer noch nicht malen, aber ich sehe jetzt die Schönheit in Bildern, aber auch in der freien Natur. In mir wurde ein Prozess in Gang gesetzt der nicht zu stoppen ist. Den ich auch gar nicht stoppen will, den ich finde es einfach herrlich. Doch meine Freude darüber kann ich nicht mit jedem teilen.

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