Erleichternde Absage

Ich bekomme ja einen neuen Amtstitel. Bei einer großen Beförderungsfeier von unserem Minister – bitte fragt mich nicht wer das in zwei Wochen sein wird!

Als die Einladung kam, waren alle aus dem Häuschen. So toll. So schön. So….

Bei der Feier gibt es eine strenge Kleiderordnung. Männer in dunklem Anzug mit Krawatte und Frauen dem Anlass entsprechend. Aha. Na das hilft mir jetzt ungemein…. Weiterlesen

Luxusweibchen

Keine Angst ich gehöre nicht zu den Frauen für die das Beste gerade gut genug ist. Aber für mich persönlich hab ich mich in den letzten Jahren extrem verändert. Als Teenager besaß ich gerade mal ein Paar Turnschuhe, Jeans und T-Shirt. Mit 16 Jahren hab ich dann meinen Kleiderschrank ein wenig erweitert. Ich hatte ein zweites Paar Schuhe – zum Fortgehen, und ein paar Shirts die ein wenig ausgefallener geschnitten waren. Über meinen Shirts trug ich damals aber vor allem Männerhemden – aufgeknöpft wie eine Weste. Das war mein ganz persönlicher Stil. Die Shirts hatten immer gedeckte Farben, vorzugsweise schwarz und dunkelgrau. Erst letztens hab ich mit meiner Mutter geredet, sie findet eine Situation von damals, heute noch recht witzig. Da muss ich heimgekommen sein und gemeint haben, ich hätte mir ein buntes Shirt gekauft. Sie wollte natürlich wissen welche Farbe und ich hab ihr stolz erklärt – anthrazit!

Ja ja. Lang, lang ist´s her. Mein Kleiderschrank hat sich seitdem extrem verändert. Vor allem Dank einer Freundin, die nicht müde wurde mir zu sagen, dass ich mir ruhig auch mal was leisten durfte. Ich war immer nur zum Sparen erzogen worden. Sich etwas leisten was einem gefällt, war etwas was ich erst mühsam lernen musste. Ich kann leichter Geld für andere ausgeben, als für mich selber. Doch mittlerweile hab ich das in Griff. Und mein Schuhbestand wächst und wächst. Eine Zeitlang hatte ich für jede Jahreszeit ein Paar Schuhe, dass ich so lange trug, bis es auseinanderfiel. Jetzt hab ich in jeder Jahreszeit die Auswahl. Und meine Shirts werden immer bunter und verspielter. Weiterlesen

Marie – Kapitel 5

Die Dusche hatte ihr gut getan. Sie fühlte sich wie neu geboren. Doch nun stand sie vor dem nächsten Problem. Vor ihrem Kleiderschrank. Irgendwie hatte sie nur Kleidung in der sie wie ein Clown aussah. Sie hatte keine normalen Sachen. Nur lauter bunte, einfach geschnittene T-Shirts. Wie war sie bloß zu diesem Sammelsurium an Kleidung gekommen. Sie überlegte, wann sie das letzte Mal einkaufen war. Irgendwie kaufte sie immer im selben Geschäft ein. Sie suchte sich ein passendes Shirt aus und kaufte es dann gleich in mehreren verschiedenen Farben. Sie hatte noch nie viel Wert auf Kleidung gelegt, obwohl sie genug Geld hätte um sich schönere Kleidung zu kaufen. Doch für das Treffen mit Tom kamen diese Überlegungen definitiv zu spät. Sie wählte das in ihren Augen kleinste Übel und beruhigte sich damit, dass Winter war, und wenn sie nur spazieren gingen, würde er eh nicht sehen, was sie unter ihrer Winterjacke trug.

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