Ehrenamt

Voriges Jahr war ich ja wirklich viel ehrenamtlich unterwegs. Im Sommer war ich zwei Monate fast jedes Wochenende vor Ort und niemand hat das hinterfragt.

Im Herbsts kam dann ein zusätzliches Standbein dazu. Ich kam zu der Bürgerbewegung hatte hin und wieder am Samstag einen Termin. Also war ich nicht mehr ganz so flexibel und konnte auch nicht mehr ständig spontan einspringen.

So oft ich konnte, war ich trotdem dort. Dann passierten ein paar Dinge in kurzer Zeit. Eine Kundin – die von uns gratis Essen bekam – kam mir extra blöd. Sie hat sich sogar im Nachgang über eine Kollegin von mir, bei der Chefin unserer damaligen Chefin beschwert, woraufhin diese uns „interviewt“ hat, was da los war. Das fand ich nicht gut. Statt Wertschätzung dafür dass wir unsere Freizeit freiwillig zur Verfügung stellen, wirst noch angepflaumt und wenn du dir das nicht gefallen lässte, dann musst dich erklären. Weiterlesen

Stay Home

Tag 13? Ausgangsbeschränkung.

Am 16. März fuhr ich noch mit den Öffis nach Hause. Die letzten Tage habe ich schon versucht mich nicht mehr anhalten zu müssen. Habe mich nur noch angelehnt in der U-Bahn und alle meine Nachbarn im Auge behalten ob da eh keiner schnupft oder hustet. Am letzten Tag war auch bereits im Bus der vordere Eingang gesperrt. Mit einem Absperrband, wie in einem schlechten Weltuntergangsfilm. Meine Hände fühlten sich damals schon echt alt an wegen dem ständigen Hände waschen. Kaum waren sie eingeschmiert, habe ich wieder was angreifen müssen was nicht zu meinem unmittelbaren Umfeld gehörte. Usw.

Am Freitag den 16. März war ich noch mal fort. Ich gestehe! Ich achtete in der U-Bahn auf die Fremden, aber als der Bürgermeister schrieb er sei beim Heurigen, bin ich hingegangen. Und wie haben wir gefeiert! Als würden wir uns nie wieder sehen – also eine ganze Gruppe von Leuten. Und doch hielten wir da schon Abstand. Damals gab es bereits seit Tagen keine Küsschen mehr. Nur mehr Ellbogen oder Verbeugungen. Weiterlesen