(In-)Effizient und (In-)Effektiv– Lebensthema

Ich kann die zwei nicht trennen. Für mich gehören sie einfach zusammen.

Ich steh nicht so auf Zeit- und Geldverschwendung. Wenn ich etwas mache, mache ich es ordentlich. Und zwar auf dem bestmöglichen, direkten Weg. Das heißt natürlich dass man sich über den Weg, bevor man weggeht, Gedanken machen muss. Wenn man sich im Vorfeld überlegt, was man erreichen will und wie wohl der schnellste Weg dorthin verläuft, dann spart man sich viele Umwege und Sackgassen.

Früher galt diese Einstellung für alle meine Lebensbereiche, mittlerweile nur mehr für meinen dienstlichen! Im privaten Bereich habe ich gelernt, dass ineffizient und ineffektiv durchs Leben zu stolpern, viel Spaß und Freude bringen kann. Keine Ahnung wie oft ich mich bei meinen Wanderungen schon verlaufen habe und dabei die schönsten Plätze gefunden habe. Doch das ist meine Freizeit, da habe ich alle Zeit der Welt und da habe ich auch kein Problem, wenn ich mal nicht das gesteckte Ziel erreiche.

Im Büro sehe ich das nach wie vor anders. Ich werde bezahlt meine Arbeit zu machen, nicht um wirr durch die Gegend zu stolpern und nicht zu wissen wo ich bin und wohin ich will. Doch viele Kollegen kennen und können es nur so. Die machen irgendwas und mittendrin kommen sie drauf, dass sie auf diesem Weg niemals bis ans Ende kommen können! So könnte ich nicht leben und ich kann es mir auch nur schwer bei anderen anschauen, daher gehe ich dann meistens wenn ich ineffizientes Arbeiten sehe. Mir tut das manchmal richtig körperlich weh, wenn ich beim Zuschauen merke, dass dies nie etwas werden kann und die Leute machen und machen und nach Wochen, sehen sie dann dasselbe wie ich….

Ich muss zurzeit die Sekretariatsprozesse erarbeiten. Das war die Vorgabe. Nicht in welcher Form. Nur erarbeiten. Also setzte ich mich hin und dachte darüber nach. Am schönsten sieht man Prozesse, wenn sie grafisch dargestellt werden. Doch dann überlegte ich, wie viele Prozesse ich zu machen habe und aufgrund der Menge und des Zeitdrucks, würde ich es einfach nicht schaffen. Also setzte ich mich hin und überlegte in welcher schriftlichen Form ich wohl am schnellsten sein würde. Und als ich zu einem Ergebnis gekommen war, begann ich erst den ersten Prozess abzubilden. Und aufgrund der vorher festgelegten Struktur, konnte ich dann die einzelnen Prozesse recht schnell abbilden.

Das ist für mich arbeiten das Sinn macht. Vorher denken und überlegen welcher Weg der beste und/oder schnellste ist. Und natürlich verfolge ich meine dienstlichen Ziele auch bis zum Ziel. Ich habe noch nie aufgegeben. Habe immer alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Wie gesagt, das gilt fürs Büro. Im privaten gehe ich es schon mal ein weniger ruhiger und auch zielloser an. Doch nur ein wenig. Ich nehme mir zumindest etwas vor, was ich erreichen will, doch wenn ich ganz wo anders lande ist es auch egal.

© Libellchen, 2015

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