Finanzjongleur

Meine jetzige finanzielle Situation ist zwar nicht neu für mich, allerdings ist es schon eine zeitlang her, als er mir zuletzt so ging. Ich habe keinerlei finanzielle Reserve und muss meine Verpflichtungen vom laufenden Gehalt abdecken. Grundsätzlich ist das kein Problem, allerdings habe ich noch ein paar Schulden, die ich decken muss.

Beim einrichten der Wohnung wusste ich, dass ich zu viel ausgegeben hatte, als ich bar verfügbar hatte, doch ich ging davon aus, dass es sich schon irgendwie ausgehen würde. Was es auch tut – irgendwie!

Die Kaution der alten Wohnung hat damals mein Vater bezahlt, von daher muss ich sie jetzt natürlich auch zurückzahlen. Allerdings war die Vorhangrechnung fällig, als ich die Kaution bekommen habe. Also hab ich mal die Vorhänge bezahlt. Mit meinem Vater vereinbarte ich eine geteilte Zurückzahlung, und so bekam er die erste Hälfte, von meiner Steuerrückzahlung. Die zweite Hälfte bekommt er nächstes Monat, wenn ich das 1 1/2-fache Gehalt bekomme – wir bekommen das 13. und 14. Gehalt nämlich auf 4x ausbezahlt.

Und so geht es dahin. Ein Loch wird nach dem anderen gestopft. Auf der einen Seite nicht mein liebstes Gefühl auf Erden, auf der anderen Seite mache ich mir nicht wirklich Sorgen. Es kommt ja jedes Monat Geld rein, also mit ein wenig einschränken, bekomme ich das schon hin. Was ich besonders faszinierend finde, ist mein Vertrauen dass alles wieder wird. Es hätte eine Zeit in meinem Leben gegeben, wo ich schon längst Panik geschoben hätte.

Doch je älter ich werde, desto gelassener werde ich. Wobei das wahrscheinlich auch viel mit der Distanz zu meiner Großmutter zu tun hat. Ich habe schon früher auf mich vertraut und dass ich alles schaffen kann, wenn ich will. Doch meine Großeltern haben es trotzdem geschafft, mich bei jedem Besuch fertig zu machen. Mit ihren dauernden Sorgen, wie ich das Leben so ganz ohne Mann nur schaffen kann – wahrscheinlich gar nicht! – haben sie mich regelmäßig verunsichert. Ich fuhr zuversichtlich zu ihnen und gebrochen wieder nach Hause.

Dieses sich um mich sorgen, erspare ich mir. Sie wird sich zwar trotzdem Sorgen machen – ich bin schließlich ein kleiner Volltrottel, der nichts alleine auf die Reihe bekommt – doch da ich mich von ihr fernhalte, muss ich es mir zumindest nicht anhören. Naja, nächste Woche muss ich mich ihr wieder stellen. Schließlich hat sie ihren 90. Geburtstag. Da fahre sogar ich zu ihr! Aber ich nehme meine Mutter zur Unterstützung mit, das sollte das ganze ein wenig abschwächen.

Ansonsten wird jetzt wieder mal ein wenig gespart. Ich habe noch einige Punkte die ich heuer erledigen will

– Schulden Papa begleichen
– Büro einrichten
– Bilder und restliche Deko kaufen

Für nächstes Jahr steht dann an

– Fahrrad kaufen
– Balkon behübschen

Und vielleicht gibt es irgendwann auch noch einen (kleinen) Urlaub.
Und schon hab ich die nächste Liste die es abzuarbeiten gilt!

© Libellchen, 2014

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