Milz

Ich habe also begonnen meine Kraft zu akzeptieren, mein offenes Wurzelzentrum und mein offenes Emotionalzentrum im Schach zu halten, und dabei ist mir etwas bewusst geworden. Wenn ich jemand kennen lernte, egal ob im Job oder im privaten, habe ich immer genau gewusst, ob die Person gut für mich ist, oder nicht. Mein erster Eindruck war immer richtig. Die Menschen wo sich bei mir alle Nackenhaare aufgestellt haben, waren immer die, welche mich letztendlich verletzt haben. Denn natürlich habe ich nie auf mein Gefühl gehört. Ich habe mich immer einwickeln lassen – Harmoniesucht. Ich dachte immer allen eine Chance geben zu müssen, auch wenn mein Bauchgefühl – Generator – ganz was anderes wollte. Und dann lernte ich mein definiertes Milzzentrum kennen und mein Leben veränderte sich schlagartig. Ab dem Moment wo mir klar war, dass es in mir eine Zentrum gibt, dass genau weiß was das Beste für mich ist, begann ich bei Entscheidungen meinen Kopf auszuschalten.

Ich habe alles in mir um zu spüren was mir gut tut, doch ich habe jahrzehntelang nicht darauf gehört. Ich habe einen definierten Generator, der auch für das Bauchgefühl verantwortlich ist, ich habe ein offenes Emotionalzentrum, wo ich spüren könnte wenn ein Lächeln nicht echt ist und ich habe eine definierte Milz, die ganz genau weiß was gut für mich ist. Also eigentlich müsste mich mein Körper anschreien wenn ich mich falsch entscheide. Was er ehrlich gesagt auch immer getan hat. Bloß ich hab fast nie gehört. Entscheidungen hat fast immer mein Kopf getroffen. Es gab nur 3 Ausnahmen an die ich mich erinnern kann. Über 2 hab ich bereits in Quatschi geschrieben, die 3. war die Entscheidung bei meinen Großeltern auszuziehen. Doch das waren die Ausnahmen, meistens hat mein Kopf für mich entschieden.

Doch seit ich meine Veranlagung kenne, habe ich das kontinuierlich geändert. Wenn mein Bauch etwas anders wollte als mein Kopf, hab ich mich in den letzten Jahren bewusst für das Bauchgefühl entschieden. Mann war das schwer. Ich brauch nur mich selber um mich zu beschäftigen. Die Zerrissenheit zwischen Bauchgefühl und Verstand kann einen echt stundenlang beschäftigen. Doch mittlerweile hat mein Kopf eingesehen, dass er nicht mehr gefragt wird. Wenn ich nicht weiß was ich tun soll, denke ich mittlerweile auch nicht mehr nach, sondern schließe die Augen und versuche herauszufinden was sich gut anfühlt. Und wie alles, ist es eine reine Übungssache. Verhaltensweisen die vor einem Jahr noch mühsam waren umzusetzen, sind mittlerweile reiner Automatismus.

Und ich bin bisher sehr gut damit gefahren. Ich habe noch keine Bauchentscheidung bereut. Wobei ich auch meine Kopfentscheidungen eigentlich nicht bereut habe. Ich habe immer gesagt, alles was ich erlebt habe und was ich durchgemacht habe, hat mich zu dem Menschen gemacht der ich heute bin. Dazu stehe ich nach wie vor. Doch mittlerweile lasse ich mich von meiner Intuition leiten und das Leben ist seither viel entspannter.

  • Wenn ich an den See fahren will und niemand hat Zeit, fahre ich alleine – Früher hätte ich es mir ausgeredet.
  • Wenn ich wandern gehen will und niemand hat Zeit, gehe ich alleine – Früher hätte ich es mir ausgeredet.
  • Wenn ich meine Großmutter nicht besuchen will, tue ich es nicht – Früher hätte ich mich dazu gezwungen.
  • Wenn ich im Büro nicht motiviert bin und nach Hause gehen will, gehe ich – Früher hätte ich mich gezwungen zu bleiben.
  • Wenn ich jemand kennen lerne, den ich mag, rede ich mit ihm – Früher hätte ich es vorsichtshalber gelassen.
  • Wenn mir jemand nicht gut tut, gehe ich demjenigen aus dem Weg – Früher hätte ich mich gezwungen mit demjenigen trotzdem zu reden.

Das sind nur ein paar Beispiele dafür wie sich mein Leben im letzten Jahr verändert hat. Ich bin zufriedener und glücklicher. Ich lebe nun mein Leben, und nicht das was andere von mir erwarten. Ich ziehe mein Ding durch und es fühlt sich herrlich an!

© Libellchen, 2012

Ein Kommentar zu “Milz

  1. Pingback: Vertrauen statt Panik | Libellchen

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