Tagträume

„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.“ (Alexander Johann Heinrich Spoerl, deutscher Schriftsteller, Film- und Rundfunkautor).

Ich denke sehr viel und ich träume noch mehr. Seit ich denken kann, hab ich mir immer Situation ausgemalt, wie ich sie gerne hätte. Ich habe vor mich hingeträumt und mir Dinge erträumt. Und niemals kam es so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Und je genauer meine Pläne waren, desto weniger haben sie sich erfüllt. Vor kurzem hab ich gelernt loszulassen. Nichts mehr zu wollen. Ich habe gelernt mir selbst genug zu sein und mein Leben zu genießen. Ich habe keine großen Pläne mehr. Ich will einfach nur glücklich sein. Wie genau, ist mir egal. Und seitdem überschlagen sich die Ereignisse.

Nichts was in den letzten Wochen passiert ist, war geplant. Und wenn ich versucht hätte, mir die Ereignisse zu erträumen, wäre ich nie auf die grenzgeniale Abfolge gekommen, mit der die Dinge letztendlich passiert sind. Die Synchronizitäten haben in voller Kraft zugeschlagen. Seit ich mich vom Leben treiben lasse, hab ich das Gefühl, in einem Schnellboot zu sitzen. Noch vor ein paar Monaten, war ich der Meinung, niemals jemanden zu finden, der mich liebt. Ich hatte das Gefühl die Einsamkeit zerreißt mich. Nun, ich hab immer noch niemand gefunden, aber was solls. Mir geht es momentan viel zu gut, um mir darüber Gedanken zu machen. Ich bin glücklich mit meinem Leben so wie es ist, ich will gar keine Veränderung. Keine. Nicht.

Und das ist der nächste Knackpunkt. Nicht! Willst du etwas unbedingt. Wünsch es dir einfach nicht. Unglaublich wie das funktioniert. Was ich alles nicht wollte und prompt hab ichs bekommen. Man sollte nur sehr vage bleiben bei den Wünschen, den je genauer man sich Dinge wünscht oder eben nicht, desto eingeschränkter ist das Universum. Ein paar Beispiele:

Wunsch: Ich will heut nicht fortgehen.
Ergebnis: Knapp 24 Stunden später war ich wieder zu Hause.

Wunsch: Ich will gar nicht, dass die Menschen mich mögen.
Ergebnis: Ich hab mich mit Menschen unterhalten und Spaß gehabt, die ich seit Jahren kenne und die mich immer eher gemieden haben.

Schon klar, da spielt auch mit, dass ich seit neuestem mit allen Menschen rede. Was ich aber nur tue, weil es mir mittlerweile egal ist, was sie von mir halten. Seit ich nämlich nicht mehr will, dass sie mich akzeptieren, tun sie es. Und so ist mein Leben zurzeit ein Spiel. Mit mir selber und mit dem Universum. Ich nehme was ich kriege. Ich tue was mein Bauch mir sagt. Ich lass mich treiben und bin glücklich dabei.

Die Tagträume hab ich immer noch, doch sie werden weniger. Wenn ich mich dabei erwische, wie ich mir wieder etwas ausmale, wo das Universum ja zigmal kreativer ist als ich, lenke ich meine Gedanken zu meinen „Teddy-Geschichten“. Da kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen und enge dabei das Universum bei den Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich meines Lebens nicht ein.

© Libellchen, 2011

4 Kommentare zu “Tagträume

  1. Einfach nur glücklich sein… ja, wenn man das kann, hat man, glaub ich, den Sinn des Lebens gefunden!

    Ich habe auch immer sehr viel Tagträume. Aber ich verwende da manchmal einen Trick: wenn ich möchte, dass etwas absolut nicht passiert, dann stelle ich mir genau das immer wieder in verschiedenen Möglichkeiten vor. Und dann weiß ich, es kann nicht passieren, weil es ja schon vorher in meinem Kopf war =)

    • Hey!

      Das ist auch mal ein cooler Ansatz 🙂 Aber es stimmt eh, Dinge die ich mir ausmale, sind noch nie in echt passiert. Ist mal ein neuer Ansatz, den es auszuprobieren gilt 🙂

      Wünsch dir noch einen schönen Tag!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s